Yes! Sapiosexualität existiert doch!

Es besteht noch Hoffnung, dass doch jeder Topf einen Deckel bekommt. Sogar die besonders intelligenten Menschen unter uns, denn Sapiosexualität scheint es tatsächlich zu geben.

Spätestens seit es das Internet gibt, wissen wir ja, dass es nichts gibt, was ein Mensch nicht sexuell anziehend/erregend finden kann. Spießbürger stehen auf Latex oder Leder, die richtig abgefahrenen Typen wollen manchmal am Liebsten wortwörtlich ihr Auto heiraten, fahren darauf ab wenn der linke große Zeh einer Frau krumm ist, oder die Nase des Mannes – ohne Zusammenhang zu einem bekannten Sprichwort – überdimensional ist. Wenn wundert es da also, dass es – Gott sei dank – auch Menschen gibt, die besonders auf den Intellekt ihres Gegenübers stehen.

„Mit dem Nominalkompositum Sapiosexualität (aus lateinisch sapere ‚wissen‘ und Sexualität) wird die erotische Hingezogenheit zum Intellekt einer anderen Person bezeichnet. Der Begriff kann, muss aber nicht eine Präferenz für besonders intelligente Menschen im Sinne einer Diskriminierung (englisch Ableism) ausdrücken. Es geht zumeist um eine Stimulation auf Basis der besonderen Denkungsart des anderen. Die Extremversion wäre ein Nymphobrainiac.“ – Quelle: de.wikipedia.org

Manch weniger intelligente Mensch mag Sapiosexualität ja für die Idee von klugen Nerds gehalten haben, um sich doch noch Hoffnung zu machen eine Frau abzubekommen, aber eine Studie hat sich die Sache jetzt genauer angesehen: Und ja, es gibt sapiosexuelle Menschen!

Some people are attracted sexually to intelligence: A psychometric evaluation of sapiosexuality - Gilles E. Gignac, 1, , Joey Darbyshire, Michelle Ooi - University of Western, Australia (paid)

Jetzt dürfte es zwar keine wahnsinnig neue Erkenntnis sein, dass Menschen sich Partner wünschen die auch smart sind, ein paar allerdings gaben in der australischen Studie an ganz besonders auf Intelligenz bei der Partnerwahl zu achten. Insgesamt rankte der Faktor „Intelligenz“ auf Platz 2 der Anforderungen bei der Partnerwahl, nach dem Klassiker „nett und verständnisvoll“. Man könnte jetzt natürlich einwerfen, dass die rund 400 Teilnehmer an der Studie höchstwahrscheinlich der psychologisch am besten untersuchten Gruppe angehören, Studenten, die an Unis nun mal recht häufig vorkommen, aber im Endeffekt reduziert das nur die relative Zahl jener, die Intelligenz als besonders ausschlaggebend bei der Partnersuche angeben, nicht das Ergebnis an sich.

PS: Für die weniger schlauen Leser gibt es übrigens auch Hoffnung. Die Studie ergab nämlich ebenfalls, dass der reale IQ nicht mit der Attraktivität zusammenhing, die sapiosexuelle Menschen sehen. Will sagen, es reicht wohl leider manchmal auch schon besonders schlau zu wirken.

via reddit

Foto von Tamás Mészáros von Pexels

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