In den 1990ern war alles besser – selbst die Werbung

Am Freitag guckte mich meine Kollegin wieder mit diesem “Den Witz verstehe ich nicht”-Blick an – und ich bekam langsam diesen “Ich bin alt”-Gesichtsausdruck. Unglaublich aber wahr, mit der Redewendung “Eine Geschichte voller Missverständnisse” konnte sie nichts mehr anfangen. Und dabei geht es doch um ein urweibliches Thema:

Ja, das waren noch Zeiten oder. Da hat keiner Lügenpresse gerufen, da konntest du als Journalistin noch Werbung machen und hast Vertrauen von den Zuschauern bekommen. Damals durften selbst ernannte Doktoren sogar noch ungestraft Tomaten quälen, ohne das die vegitarische Internationale zu Online-Petitionen beim deutschen Bundestag eingereicht hat:

Besser noch, du musstest nicht mal einen Doktor haben oder vortäuschen, um in der Werbung einen Job zu bekommen. Es hat schon gereicht einen zu heiraten:

Wenn man so drüber nachdenkt, wirklich viel können musste man in den 1990ern wirklich nicht, um in die Werbung zu gehen. Bei manchen hat es schon ausgereicht auszusehen wie Schwiegermutters Liebling und kein Menschenfresser zu sein, selbst wenn man von menschlicher Haut ziemlich fasziniert war.

Als es dann aber auf das Jahr 2000 zuging, wurde es zugegeben schon etwas schräger:

Ja, das war nicht unbedingt ein Höhepunkt der Werbegeschichte der 1990. Aber wir wollen mal nicht so sein, schließlich verdankt wahrscheinlich eine ganze Generation von Männern der Werbung aus dieser Zeit zum ersten Mal etwas gesehen zu haben, wonach sie den Rest ihres Lebens strebten: nackte Titten

Leopard-Panzer ersetzen Bedienungen auf dem Oktoberfest

Sie gehören ja eigentlich zum Oktoberfest, wie Brezln und die Wiese voller Besoffener, die sich die Seele aus dem Leib kotzen, die Maßkrüge stemmenden Bedienungen im Pseudodirndl. Doch es gibt Gerüchte, dass auch hier Maschinen den Menschen ihre Jobs wegnehmen. Und weil es in Bierzelten auch mal besonders ruppig zugehen kann, hat deutsche Ingenieurskunst dafür gesorgt, dass die Maschinen besonders wehrhaft sind:

Und das Beste daran ist nicht nur, dass der Panzer Leopard unter Beweis stellt, dass die deutsche Industrie auch im Jahr 2016 noch an der Spitze der Technologie steht, sondern das wir diesen Höhepunkt deutscher Ingenieurskunst bereits 1986 am Laufen hatten.

Also, wer demnächst aufs Oktoberfest will, sollte sich anständig im Bierzelt benehmen, denn diese Bedienung versteht keinen Spaß.

Das komplette Werbevideo gibt’s hier:

via Schlecky Silberstein

Warum Werbung beim Super Bowl einen Warnhinweis braucht!

Ich bin ja durchaus ein Fan von American Horror Story, da lassen sich die Macher durchaus auch das ein oder andere Bizarre einfallen. Aber ganz ehrlich, von diesem Super Bowl Spot könnten die Jungs noch einiges lernen:

Darauf mal ein angemessenes WTF! Mal ehrlich, wer kann nach diesem tanzenden Puppymonkey noch eine Nacht schlafen, ohne schreiend und schweißgebadet aus seinen Alpträumen aufzuschrecken? Ich jedenfalls werde wahrscheinlich nie wieder schlafen – nur zur Sicherheit!

Aber immerhin gab es bei den diesjährigen Werbespots zum Super Bowl – manche sehen sich das Spiel ja nur deswegen an – was für den Darm. Der kann einem ja auch bei Angstzuständen zu schaffen machen, so als zweites Gehirn haben manche Innereien im menschlichen Körper mehr drauf. Nur, ob ich wirklich neben einem Darm ein Footballspiel sehen möchte?

Bundeswehr: Werbekampagne zum 60. Geburtstag