Essen | Geekstuff

Japaner kochen anders

von am 10. Juni 2015

Es gibt ja nicht wenige Leute, die glauben, Japaner sind irgendwie anders. Auf jeden Fall scheinen manche Japaner aber anders zu kochen. Die Zubereitung von Gyoza, einem typischen Teigtaschengericht in Japan, würde so jedenfalls in Deutschland nie durch den TÜV gehen:

via Bento Lunch Blog

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Essen

Rezept: Lachsfilet mit Haselnuss-Wasabi-Kruste

von am 2. Mai 2015

Bekanntlich bin ich ein großer Fan von Lachs, auch wenn ich ihn persönlich eigentlich relativ selten selbst in der Küche verwende. Aber in diesem Fall ist die Zubereitung so schnell und einfach, dass es eigentlich gar keine Ausreden gibt.

Zunächst sollte ich allerdings wohl anmerken, dass im Originalrezept von Sesam die Rede ist und nicht von Haselnüssen. Ich muss aber zugeben, dass ich einfach zu faul war noch in ein zusätzliches Geschäft zu gehen und noch geriebene Haselnüsse zuhause hatte.

wasabi-lachs
Lachs in einer Wasabi-Haselnuss-Kruste

Die Zubereitung ist wie gesagt denkbar einfach. Man muss lediglich das vorbereitete Lachsfilet mit etwas Sojasauce betröpfeln. Anschließend bestreicht man ihn mit der Wasabipaste. Der japanische Meerrettich gilt allgemein als scharf, wer da empfindlich ist sollte also aufpassen. Allerdings verliert die Schärfe später auch deutlich, man sollte also auf der anderen Seite durchaus experimentierfreudiger sein. Der so fertig präparierte Lachs kommt dann einfach noch in die Pfanne und schon ist man so gut wie fertig.

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Essen

Rezept: Linsen all’umida (eingedeutscht)

von am 29. Juni 2014

Linseneintopf wie ihn Mama immer gemacht hat … nein, eher Oma, nämlich Nonna Ada aus Urbino. So stand es zumindest auf der Verpackung der Lentichie di montagna, die ich neulich erworben habe. Doch ein bisschen musste ich das Rezept für die Berglinsen abwandeln. Am Sonntag haben bekanntlich keine Läden auf und es ist schwer Pancetta zu bekommen.

 

Eigentlich ist es natürlich ein Unding, dass ich statt des Pancettas am Ende eine Schinkenwurst verwendet habe. Aber auf der anderen Seite ist dieses Gericht eben ein rustikales, keines für die feine Küche von noch feineren Pinkeln. Es ist ein Gericht, von dem man lecker satt wird.

Linsen all’umida (eingedeutscht)
Author: Thomas Matterne
Ingredients
  • Lenticchie di montagna (Berglinsen)
  • Zwiebeln
  • Tomaten
  • Gemüsebrühe
  • Salbeiblätter
  • Salz, Pfeffer, Paprika
  • Schinkenwurst
Instructions
  1. Die Linsen schon mal in heißem Wasser einweichen, während die Vorbereitungen starten.
  2. Zwiebeln und Tomaten kleinschneiden, ein bisschen vom Salbei dazu. Alles in die Pfanne geben, bis die Zwiebeln gold angebräunt sind.
  3. Dann die Linsen dazu und alles mit Salz, Paprika und Pfeffer würzen und kurz mitbraten.
  4. Dann die Gemüsebrühe dazu und alles 30 bis 40 Minuten köcheln lassen. Gut eine Viertelstunde vor Schluss noch die Schinkenwurst dazu tun.

 

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Essen | Literatur & Comics

Kritik: „Kulturgeschichte der deutschen Küche“

von am 28. Juni 2014

Wenn man mich fragt, was ich so von deutscher Küche halte, dann ist meine Antwort selten positiv. Ich bin nicht gerade ein großer Fan der sogenannten gutbürgerlichen Küche, im Gegenteil, ich meide sie eigentlich wo ich kann. (Mal mit der Ausnahme des guten alten Sauerbraten, den schätze ich aber mal wirklich sowas von.)

 

Fairerweise muss man aber natürlich sagen, dass das wenig mit der deutschen Küche an sich zu tun hat, sondern mit dem, was unzählige Gasthäuser im Land daraus gemacht haben. Jahrzehntelang war gutbürgliches Essen nicht auf guten Geschmack ausgerichtet, sondern auf große Menge zu einem günstigen Preis. In deutschen Gasthäusern war Geiz schon geil, als der Media Markt-Slogan noch nicht mal ein Spruch auf dem Klo der Werbeagentur war.

„Der Mensch isst ebensowenig, um zu leben, als er lebt, um zu essen. Er isst, weil er Hunger oder Appetit hat oder, in Deutschland, weil’s zwölf Uhr schlägt.“ […] Gustav Blumröder

Oder kurz gesagt, auch nach der lohnenswerten Lektüre von Peter Peters „Kulturgeschichte der deutschen Küche“ bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass das Problem der deutschen Küche weniger ihre Köche, als ihre Esser sind.

Peter Peter – ja, der heißt wirklich so – führt seine Leser in gut 240 Seiten durch etwas über 2000 Jahre deutsche (germanische) Küchengeschichte und fördert dabei auch das ein oder andere Überraschende zu Tage. In thematischen Einschüben widmet er sich dann Bier, Wein, Käse usw. Und standesgemäß enthält sein Buch natürlich auch das ein oder andere Rezept aus der jahrhundertalten deutschen Küche. Schließlich bietet das Buch nebenbei auch noch ein kleines Who is Who der deutschen Rezeptbuchverfasser. Was übrigens tatsächlich eine spannende Geschichte für sich zu sein scheint.

Auf dieses Weise widerlegt Peter mit seinem Buch ganz nebenbei eben auch  so manch Vorurteile gegen die deutsche Küche – manchmal bestätigt er sie allerdings auch, kann sie dann aber doch ins Positive kehren. Was mich allerdings eben wieder zum anfänglichen Problem bringt, den deutschen Esser. Jener, der Jahrzehnte lang Toast Hawaii für eine exotische Köstlichkeit hielt und den Hackfleischigel für eine gute Idee.

Bewertung: drei

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