The Bunnyman Massacre – Wenn der Osterhase Amok läuft

Wer gedacht hätte nur der dicke Typ mit dem weißen Bart im roten Bademantel hätte eine blutrünstige düstere Seite, der hat sich getäuscht. Auch der Osterhase scheint ein großer Fan von Leatherface zu sein. Ich meine auch, wer will es ihm schon verübeln. Da bringst du den Leuten Ostereier – und was machen die aus dir. Hasenbraten. Kein Wunder das der Osterhase irgendwann die Kettensäge rausholt.

The Bunnyman Massacre (USA 2014)
Regie: Carl Lindbergh
Darsteller: David Scott, Joshua Lang, Julianne Dowler

Handlung: Der Horror um Joe und Bunnyman in einer ländlichen Geisterstadt geht in die nächste Runde. Bunnymans Blutdurst kennt keine Grenzen, denn er schlachtet wahllos alles, was seinen Weg kreuzt. Während sein Partner Joe ihn noch ermutigt, schließlich muss er Fleisch in seinem Laden verkaufen. Eine gegenseitig vorteilhafte Beziehung könnte man meinen, doch sie bekommt Risse. Als die Körper stapeln, ist Joe gezwungen, die Körper zu entsorgen, mit allen notwendigen Mitteln. Zusätzlich zu Joes Körperentsorgungsproblem wird der örtliche Sheriff wegen des Verschwindens einiger Abgeordneten auf die Sache aufmerksam. Bei dessen Untersuchung stößt er immer wieder auf zwei Schwestern, die sich weigern, in den Händen von Joe und Bunnyman zu sterben.

Filmkritik: Der Kult – Die Toten kommen wieder (USA 2016)

Es war mal wieder Zeit für einen guten alten Schocker. “Der Kult” versprach das und hat es auch gehalten.

Manchmal, oder sagen wir lieber, ziemlich oft kommt irgendein Idiot bei einem deutschen Filmverleih auf die Idee den Titel eines Streifens a) falsch einzudeutschen und b) auch gleich noch den Inhalt in einem Nachsatz heraus zu posaunen. Der Kult – Die Toten kommen wieder ist dafür sicher so etwas wie ein typischer Fall, wobei man zu b natürlich anmerken könnte, dass die wiederkommenden Toten doch ein recht offensichtlicher Bestandteil der Handlung sind.

Auf der anderen Seite kann ich natürlich auch nicht leugnen, dass die weibliche Besetzung ein weiterer Anreiz war. Schließlich kann bei einem Film mit Jessica Alba ganz sicher davon ausgehen, dass sich der Streifen allein deshalb schon lohnt. Und auch in dieser Hinsicht enttäuscht Der Kult den (männlichen) Zuschauer nicht.

Der strenge Kritiker mag freilich anmerken, dass die Geschichte eines Sektenselbstmordes dem Genre keine sensationell neuen Elemente hinzufügt, und auch sicher das ein oder andere Klischee befriedigt. Das mag schon sein, aber Regisseur Phil Joanou macht das handwerklich sehr gut. Die Atmosphäre stimmt, das Licht, der Ton, die Schockeffekte wirken zum großen Teil recht gut. Kurz um, Joanou fügt aus dem dem Genre zur Verfügung stehenden Mitteln ein gutes Gesamtbild zusammen.

Das der Film am Ende gelungen ist, liegt aber sicher auch an seiner Personalwahl. Glaubt man den Informationen der IMDb, war für ihn Lilly Rabe die erste und einzige Wahl für die Rolle der einzigen Überlebenden, die nach 25 Jahren zurück an den Ort des Massenselbstmordes kommt. Eine großartige Wahl, ist Lilly Rabe doch eine der vielleicht am meisten unterschätzten Schauspielerinnen. Den meisten dürfte sie durch ihre unterschiedlichen Rollen in einzelnen Staffeln der US-Serie American Horror Story bekannt sein. Dort beweist sie in ihren unterschiedlichen Rollen eine erstaunliche Vielfalt, und wer sie auf die Opferrolle des hilflosen unschuldigen Mädchens festlegen möchte, wird sicherlich auch in Der Kult enttäuscht werden.

Trivia: Der von Thomas Jane gespielte Sektenführer Jim Jacobs hat nicht nur den gleichen Vornamen und die Initialen wie Jim Jones, der für den Massensuizid von 900 Menschen verantwortlich war, man lies ihn allein durch die Sonnenbrille recht ähnlich aussehen.

Auch wenn der Film am Ende die ein oder andere überraschende Wendung parat hält, ist er am Ende leider auch ein wenig vorhersehbar. Finten zu legen versteht die Story nur bedingt. Der Spannung tut das nur bedingt Abbruch, dafür ist die im wesentlichen auf zwei Tage – bzw. eher Nächte – komprimierte Story zu rasant. Wie gesagt, am Ende hat Phil Joanou einen ziemlich guten Film zusammengefügt.

Fazit: Ein solider und unterhaltender Horrorstreifen. Manchmal etwas vorhersehbar, aber immer mit einem Schockeffekt zur richtigen Zeit.

Rezension: American Horror Story Hotel – Staffel 5

Das mitunter überraschendste an dem Golden Globe für Lady Gaga dürfte sein, dass sie ihn für ihre Rolle in American Horror Story – Hotel tatsächlich verdient hat. Mit einem zurückhaltenden aristokratischen Stil spielt sie die Rolle der Vampirin Elizabeth durchaus beeindruckend. Sie trifft diesen schmalen Grad recht gut, ist ihre Rolle doch, obwohl als Gräfin bezeichnet, eine ehrgeizige Schauspielerin aus den 1920ern, die Vampir sozusagen in zweiter Karriere gelernt hat.

Ein paar andere schauspielerische Leistungen wären durchaus noch zu loben. Kathy Bates als besessene Mutter zum Beispiel, oder vor allem Denis O’Hare als Transvestit Liz. Weniger gut ist diesmal Evan Peters als James March, war er in den vergangenen Staffeln, zumindest dann wenn er eine tragende Rolle bekam, immer einer der Höhepunkte.

Aber weder Lady Gaga noch Denis O’Hare können darüber hinwegtäuschen, dass die Serie American Horror Story spätestens in ihrer 5. Auflage mehr und mehr ein ziemlich vorhersagbares Problem bekommt: die Spirale will nach oben gedreht werden und ehe man es merkt ist sie überdreht worden. Gerade in den ersten Folgen kann man nur noch mit viel Wohlwollen von einer Handlung sprechen, statt dem Aneinanderreihen von Schockeffekten, gewürzt mit soviel Sex, wie im US-Kabel möglich. Das wirkt ein bisschen wie die 120 Tage von Sodom, als Marquis de Sade in der Bastille das Blut ausgegangen sein soll, und er deshalb statt Handlung nur noch die Perversionen kurz notierte – und damit allerdings Dutzende Seiten füllte. Im Laufe der Serie gibt sich das etwas und in schon aus der 1. Staffel bekannten Zeitsprüngen formt sich langsam die Geschichte der Hauptfiguren zusammen.

Etwa die von James March, blutrünstig wie reich und Erbauer jenes Hotel Cortez, das diesmal als Geisterhaus fungiert und eine ganze Reihe trauriger Geister in sich gefangen hält. Was nicht zuletzt March selbst zu verdanken war, der das Hotel mit reichlich geheimen Räumen ausstattete, um seiner sadistischen Mordlust nachgehen zu können. In der Reihe der amerikanischen Horrorgeschichte griffen die Autoren diesmal auf H. H. Holmes zurück, der 1893 zur Weltausstellung in Chicago ein Hotel eröffnete in dem er bis zu 200 Menschen ermordet haben soll. Noch heute gilt er als einer der, wie soll man sagen, zumindest zahlenmäßig erfolgreichsten Serienkiller in den USA.

Gemischt werden diese historischen Züge, und da kommen wir doch wieder zu ganz positiven Dingen, mit einer humorvollen Kritik an der modernen Smartphonegesellschaft. Das beginnt schon damit, dass die ersten Opfer der Serie, zwei europäische Touristinnen, damit drohen dem Hotel eine miese Bewertung bei Yelp zugeben – wozu sie allerdings nicht mehr kommen – und endet damit, dass nur die wachsende Zahl von Instagramfollowern die Prostituierte Sally (Sarah Paulson) davon abhalten kann keine Gäste mehr zu ermorden, damit das Hotel wieder finanziell in Schwung kommt.

Es sind auch solche Kleinigkeiten, die American Horror Story – Hotel trotz einer verwirrend wie nie geschriebenen Handlung und billigen Schockeffekten, am Ende doch durchaus sehenswert macht. Zumindest für Fans, Neueinsteiger sollten tatsächlich lieber mit der 1. oder 2. Staffel beginnen, da auch diese Handlungen in sich geschlossen sind, dürfte das ja kein Problem sein.

Bewertung: drei

Warum Werbung beim Super Bowl einen Warnhinweis braucht!

Ich bin ja durchaus ein Fan von American Horror Story, da lassen sich die Macher durchaus auch das ein oder andere Bizarre einfallen. Aber ganz ehrlich, von diesem Super Bowl Spot könnten die Jungs noch einiges lernen:

Darauf mal ein angemessenes WTF! Mal ehrlich, wer kann nach diesem tanzenden Puppymonkey noch eine Nacht schlafen, ohne schreiend und schweißgebadet aus seinen Alpträumen aufzuschrecken? Ich jedenfalls werde wahrscheinlich nie wieder schlafen – nur zur Sicherheit!

Aber immerhin gab es bei den diesjährigen Werbespots zum Super Bowl – manche sehen sich das Spiel ja nur deswegen an – was für den Darm. Der kann einem ja auch bei Angstzuständen zu schaffen machen, so als zweites Gehirn haben manche Innereien im menschlichen Körper mehr drauf. Nur, ob ich wirklich neben einem Darm ein Footballspiel sehen möchte?