Sherlock ist der neue Doctor – also, Doctor Strange

Ich glaube die Film- und Fernsehwelt ist sich ziemlich einig, dass Benedict Cumberbatch derzeit einer der profiliertesten Schauspieler ist. Und dabei kann er mehr als nur Sherlock, sondern in The Parade’s End auch ganz klassisch, während er mit seinem Ausflug ins Star Trek-Universium schon mal vorgefühlt hat, was die etwas fantastischeren Rollen angeht. Jetzt ist der erste Trailer der Marvel Verfilmung Doctor Strange raus:

Obwohl ich in der kontroversen “Marvel vs. DC Comics”-Debatte bekanntlich schon immer der Marvel-Partei angehört habe, muss ich doch zugeben, dass Doctor Strange bei mir immer unter ferner liefen eingeordnet war. Daran dürfte weder Benedict Cumberbatch noch Mads Mikkelsen in einer Nebenrolle etwas ändern, obwohl der Film natürlich dennoch definitiv auf meiner Liste steht. Aber bis November ist ja noch ein bisschen hin.

Rezept: Blätterteigtaschen mit Spinat-Feta-Füllung

Es ist mal wieder Zeit für ein Rezept aus der Reihe “Schnell & Einfach”. Und diesmal mit zwei meiner Lieblingszutaten: Spinat und Fetakäse! Ja, ich gebe es zu, ich bin schon relativ früh der Popeye-Propaganda erlegen. Denn ein Comic war für mich als Kind schon immer überzeugender, als irgendwelche wissenschaftlichen Erkenntnisse, nach denen Spinat besonders gesund sei, weil manch Wissenschaftler Probleme mit der Kommasetzung bei Zahlen hat. Spinat, das wussten wir schon lange, macht stark – was wir nicht wussten, zumindest als Not-Native-Speaker, war die Tatsache, dass einer der Helden unserer Kindheit “Glotzauge” hieß.

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Wie auch immer, hier erst einmal die Zutaten für die Blätterteigtaschen mit Spinatfüllung:

  • 1 Packung Blätterteig
  • 300 g Blattspinat
  • 200 g Feta
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer

Die Zubereitung läuft wie versprochen schnell und einfach ab. Zuerst wird der Fetakäse in kleine Würfel geschnitten, dann die Zwiebel gehackt. Beides vermischt man dann mit dem Blattspinat und schmeckt die Füllung mit Salz und Pfeffer ab. Den Blätterteig schneidet man dann in etwa 10 x 10 cm große Quadrate und verteilt die Füllung darauf. Anschließend den Blätterteig zu Taschen falten und alles ab in den Ofen. Bei 180 Grad dürften 20 Minuten ausreichend sein.

Trailer: Von Captain America bis zum Krampus

Es gibt Dinge im Marvel-Universum, die einem irgendwie merkwürdig erscheinen. Da wäre zum Beispiel die Figur Captain America – eigentlich sollte hier ja das Klischee des braven und (über-)patriotischen Amerikaners in den Comicbüchern stehen. Stattdessen haben die Macher die Figur immer wieder dazu genutzt, den sogenannten patriotischen Amerikanern nicht nur Wasser in den Wein zu gießen, sondern ihnen auch den Spiegel vorzuhalten.

Trailer Nummer 2 führt in die nicht ganz so schöne Weihnachtswelt und gräbt eine alte süddeutsche, vor allem aber österreichische Figur wieder aus, die heute nicht mehr so recht in die Zuckerwattewelt von Weihnachten passt. Während in unseren Breitengrade der Knecht Ruprecht noch immer seine Strafe wegen Kindesmissbrauch absitzen muss, wütet andernorts der Krampus:

Vielleicht kann man es ja Christoph Waltz auf die Fahnen schreiben, dass er diese Legende in die USA gebracht hat:

PS: Wer sich schon mal über den Krampus informieren will, für den hat ausgerechnet der US-Koch Anthony Bourdain vor einigen Jahren eine kurze Weihnachtsgeschichte in Auftrag gegeben:

Ein Weichei kommt zu den Fantastic Four

Bei Facebook habe ich gerade eine Unterhaltung mit zwei Freundinnen, bei denen es darum geht, dass mir eine von beiden aus ihrem Urlaub ein Reisemitbringsel versprochen hat – aber nicht verraten will, um was es sich dabei handelt. Statt dessen spricht sie von einem “Ding” und davon bald ein Beweisfoto von mir und diesem Ding zu machen.

Ich habe ihr die Arbeit kurzerhand abgenommen:

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PS: Das ich den Typen ersetze, der am Ende Jessica Alba heiratet ist natürlich reiner Zufall. Ehrenwort.

Auch Daredevil muss zur Beichte

Review: Daredevil – 1. Staffel

Okay, ich gebe es zu, so gut wie alle Comics die ich besitze und in denen Daredevil auftaucht, habe ich mir nicht gekauft, weil es sich bei dem Superhelden in Hell’s Kitchen/New York um den einzigen katholischen Superhelden handelt. Der Grund lag eher darin, dass er in einigen Fällen mit Black Widow gemeinsame Sache macht. Nun, however, in der 1. Staffel der Netflix-Serie Daredevil kann man sich dann doch ganz auf den katholischen Aspekt konzentrieren. Immerhin kann es auch für einen Superhelden nicht schaden, gelegentlich zur Beichte zu gehen. Und wenn man gerade noch am Start seiner Heldenlaufbahn seht, kann der Rat eines Priesters ganz und gar nicht schaden. Und so beginnt auch die Serie Daredevil mit einer Beichte.

In Daredevil steht der Anwalt Matt Murdoch (Charlie Cox), der als Kind nach einem Unfall erblindet ist, dafür aber seine anderen Sinne derart entwickelte, dass die Blindheit fast vergessen scheint. Obwohl er eine Karriere als Top-Anwalt hätte machen können, macht er zusammen mit seinem Studienfreund Foggy Nelson (Elden Henson) eine eigene Anwaltspraxis in deren alten Viertel Hell’s Kitchen auf. Bei ihrem ersten Fall pauken sie gleich die unschuldig unter Mordverdacht stehende Karen (Deborah Ann Woll) raus, die im Anschluss ihre Sekretärin wird. Doch so stoßen die Drei auch schon auf die Machenschaften des undurchsichtigen Unternehmers Fisk (Vincent D’Onofrio), der mit Hell’s Kitchen seinen eigenen Plan hat. Ist Fisk doch auch der heimliche Pate von Hell’s Kitchen. Gut sozusagen, dass er aber nicht der einzige der Akteure mit Doppelleben ist, schleicht doch auch Murdoch als noch namenloser Held durch die Nacht, um Verbrechen zu verhindern.

Fans, die Daredevil gleich in seiner typischen roten Uniform und den beiden Hörnern auf der Maske erwarten, müssen sich eine ganze Weile gedulden. Stolpert ihr durchtrainierter Held doch einige Folgen lang nicht nur in einem Wirrwarr eigener Selbstzweifel – die er brav mit seinem Priester bespricht – herum, sondern scheint auch keinen Plan zu haben, wie er dem Verbrechen in seinem Viertel Herr werden soll.

Priester: “Wie geht es dir?”
Murdoch: “So wie es guten Katholiken geht, Pater.”
Priester: “So schlimm, ja?”

Doch mit der Zeit beginnt Murdoch endlich herauszufinden, wer hinter alldem steckt. Etwa zur gleichen Zeit machen die Macher der Serie aber gerade jenen Fisk dem Zuschauer zusehends sympathisch und erzählen nicht nur die schwere Kindheit des eigentlichen Helden. Und als Fisk sich schließlich in die Kunsthändlerin Vanessa verliebt, spielt D’Onofrio dessen Unbeholfenheit so sympathisch, das man den Bösewicht fast schon lieben muss. Glaubt der nicht schließlich selbst das beste für Hell’s Kitchen zu tun, in dem auch er seine Kindheit verbracht hat?

Auf diese Weise gelingt es den Machern die Serie Daredevil durchaus etwas an menschlicher Tiefe auf allen Seiten zu geben, das ist ein durchaus großes Plus für die Handlung. Die einzelnen Episoden arbeiten meist ohne große Holperer auf das große Finale hin – in dem dann auch Daredevil eigentlich zum ersten Mal wirklich in Erscheinung tritt. Bis dahin gab es aber natürlich auch schon viele gute Kampfszenen und die ein oder andere Explosion. Auch das gehört ja irgendwie dazu.

Bewertung: vier