Film & Fernsehen

(Video:) Bruce Lee – Helden der Kindheit sterben nie!

von am 18. Mai 2017

Es gibt Legenden und es gibt LEGENDEN. Bruce Lee gehört ohne Zweifel zur zweiten Gruppe. Als ich geboren wurde, war er schon einige Jahre tot. Aber ein Film mit ihm war auch später noch ein wirkliches Fernsehereignis. So sehr man den Filmen auch die 1970er Jahre ansah, sie sind doch in gewisser Weise absolut zeitlos.

Was einem großen Teil nach auch Bruce Lee selbst zuzuschreiben war, der wie kein zweiter verstand Leben und das was er für Fans und Freunde bedeutete in Einklang zu bringen. Dieser Meinung scheint auch James Coburn zu sein:

Wer war Bruce Lee?

Bruce Lee (chinesisch 李小龍 / 李小龙, Pinyin Lǐ Xiǎolóng, Jyutping Lei5 Siu2Lung4, kantonesisch Lee Siu-Lung, * 27. November 1940 in San Francisco; † 20. Juli 1973 in Hongkong; eigentlich Lee Jun-fan chinesisch 李振藩, Pinyin Lǐ Zhènfán, Jyutping Lei5 Zan3faan4) war ein sinoamerikanischer Kampfkünstler, Kampfkunst-Ausbilder und Schauspieler. Er gilt als Ikone des Martial-Arts-Films und wird von vielen als größter Kampfkünstler des 20. Jahrhunderts angesehen. Er entwickelte den Kampfkunststil Jeet Kune Do. – Quelle: de.wikipedia.org

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Film & Fernsehen

Filmkritik: Kite – Engel der Rache

von am 19. Februar 2015

Ist schon einige Zeit her, dass ich den Animestreifen Kite – Ein gefährliches Mädchen gesehen habe. Damals hatte es sich VOX zur Aufgabe gemacht gute Animefilme im Nachtprogramm zu versenden. Wie gesagt, ist eine kleine Ewigkeit her. So lange, dass ich tatsächlich erst während ich Kite – Engel der Rache gesehen habe, auch bemerkt habe, dass es sich dabei um eine Realverfilmung des Anime handelt.

In einer Welt nach dem Finanzcrash ist die junge Sawa (India Eisley) aufgepumpt mit Drogen auf einem Rachetrip wegen der Ermordung ihrer Eltern. Ihr Ziel ist der Emir, der Alleinherrscher eines Gangsterringes, der Kinder verkauft. Unterstützt und ausgebildet vom Ex-Partner ihres Vaters, dem Polizisten Aker (Samuel L. Jackson) mordet sie sich durch die Unterwelt der Postapokalypse. Nur um am Ende festzustellen, das in einer bis zum Überlaufen korrupten Gesellschaft nichts so ist, wie es scheint.

Der Streifen überzeugt wohl vor allem wegen seiner konsequenten Handlung, die ohne viel Schnörkel auskommt. Es geht schlicht um die Suche eines Mädchens nach Rache, wofür sie seit dem Mord an ihren Eltern ausgebildet wurde. Manchmal hat man zwar ein paar Zweifel an der Güte der Ausbildung zur Killerin, im Wesentlichen mordet sie sich aber zielsicher durch die bösen Schurken. Eine sexy kleine Version der Selbstjustiz in einer postapokalyptischen Zukunft, in der die Polizei mehr oder weniger als Dekoration in den heruntergekommenen Gegenden blicken lässt.

Die Hintergrundhandlung hat ein paar Schwächen, die es für den Zuschauer manchmal schwer macht dem Ganzen zu folgen. Eklatant wird das allerdings nur noch am Schluss, wenn Regisseur Ralph Ziman ein süßes Hollywood-Happy End zeigen will.

Das schadet dem Film allerdings nicht weiter. Auch weil er mit India Eisley eine gute Hauptdarstellerin gefunden hat, die dem jüngeren Publikum aus der Serie The Secret Life of an American Teenager bekannt sein dürfte. Ich persönlich kenne sie nur als Tochter von Selene im 3. Teil von Underworld, mit düsterer Umgebung hat sie also schon Erfahrung. Während sie in Underworld nur eine kleine Rolle hatte, kann sie als junge, innerlich zerrissene Killermaschine durchaus überzeugen. Sowohl als zerrissene Drogensüchtige, als auch als gnadenlose Rächerin.

Deshalb, und weil Samuel L. Jackson recht gut seine typische Samuel L. Jackson-Rolle spielt, ist Kite – Engel der Rache ein durchaus gelungener Actionstreifen. (Auch wenn der Anime am Ende, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, wohl doch noch eine Spur besser war.)

Bewertung: drei

 

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Film & Fernsehen

Filmkritik: The Interview

von am 9. Februar 2015

Was hat man nicht für einen Aufstand wegen The Interview gemacht, schließlich soll er der Auslöser für eine nordkoreanische Hackerattacke auf den Produzenten Sony gewesen sein. Das Regime war nicht amüsiert, dass der große Führer in den Film nicht nur auf den Arm genommen wird, sondern auch getötet werden soll.

Am Ende herausgekommen ist dabei allerdings nur ein Film, den man mögen kann, aber nicht mögen muss. Das Duo Seth Rogen (auch einer der beiden Hauptdarsteller) und Evan Goldberg legen einen Film vor, der natürlich keinerlei politischen Anspruch hat, dafür aber ständig wie eine Flipperkugel zwischen Satire, Komödie und Penälerhumor hin und her fliegt. Bestimmendes Element ist am Ende allerdings der billiger Humor auf dem Niveau pubertierender Teenager. Was vor allem daran liegt, wie James Franco die Rolle des TV-Moderators Dave Skylark anlegt.

Die Story ist erstaunlich schnell erzählt. Ein schmieriger TV-Moderator, gegen den die ehemaligen Talkshows im Nachmittagsprogramm wie von ARTE produziert wirken, entdeckt plötzlich, dass der nordkoreanische Diktator ein großer Fan von ihm ist. Kurzerhand beschließt er ihn interviewen zu wollen, was ihm tatsächlich auch zu gelingen scheint. Doch er und sein Produzent (Seth Rogen) sitzen noch nicht im Flugzeug, da klopft schon die CIA an die Tür und spannt die beiden für einen Mordplan in Nordkorea ein. Was natürlich nicht so astrein funktioniert, aber sonst gebe es ja auch weniger zu lachen.

Unter uns, wie in so vielen Fällen wäre auch diesmal der Betroffene klug beraten gewesen, das Ganze einfach zu ignorieren. Da das aber natürlich selten der Fall ist, hat auch in diesem Fall Nordkorea mächtig die Werbetrommel für den Film gerührt. Freilich ist The Interview auch eine versuchte Parodie auf das heutige Hollywood, wenn wenn es krampfhaft versucht diverse Genres zu durchwursten.

So richtig erfolgreich sind die Macher dabei nicht, immer wieder kommt ihnen ihr Gossenhumor in die Quere. „Unser Schwanz ist schlau“ dürfte zum Beispiel der häufigste Satz in diesem Film sein. Ob das so schlau war, darüber sollte Rogen mal nachdenken.

Ein bisschen versöhnt wird man dann zumindest beim großen Finale, wenn Rogen und Goldberg bei ihrem Ritt durch die Genres bei Altmeister Quentin Tarantino angekommen sind. Da kann der Zuschauer durchaus mitgehen, die Parodie klappt tatsächlich. Den Rest muss man allerdings wie gesagt nicht zwingend gesehen haben.

Bewertung: zwei

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Mein Jennifer Lopez-Geständnis

von am 8. Februar 2013
Filmkritik: Parker

Es ist Zeit, dass ich meine Leser in eines meiner dunkelsten cineastischen Geheimnisse einweihe. Etwas, das so schrecklich ist, das ich es bis jetzt aus gutem Grund immer für mich behalten habe. Aber irgendwann muss die Wahrheit, wie absonderlich sie auch sein mag, ans Licht. Also – noch einmal tief durchatmen – hiermit gebe ich offen zu, dass ich seit jetzt inzwischen wohl einem Jahrzehnt Jennifer Lopez total heiß finde. Nein, ehrlich, oder kann mir sonst einer einen vernünftigen Grund nennen, warum ich in den letzten Jahren Anaconda mehr als einmal gesehen habe?

Ich nenne das der Einfachheit halbe jetzt mal den Anaconda-Effekt, der dazu geführt hat, dass ich mir gestern auch Parker im Kino angesehen habe. Denn ganz ehrlich, das ist nicht unbedingt mein Genre und wenn doch, dann doch eher mit Filmen wie No Saints for Sinners, in denen die Thematik tatsächlich Thematik ist und nicht nur Kulisse. Parker dagegen ist, auch dank der übercoolen Darstellung durch Jason Statham, dagegen mehr das Abziehbild des coolen bad Guy, der eigentlich ein Guter ist bzw. good Guy, der bad Things macht. Wie er sich da so rumprügelt, wirkt er manchmal halt doch eher wie ein Jungspund, der eine Hommage an den Alt-und-immer-noch-Meister Bruce Willis erbringen will.

Da kommt ihm dann auch die dünne Story entgegen, die Parker als einen wahrscheinlich einer psychologischen Behandlung bedürftigen Profidieb darstellt, der nur um Recht zu behalten nicht nur sein Leben aufs Spiel setzt, sondern auch das von Frau und Schwiegervater. (Was den Einschub nach sich zieht: Mein Gott, ist Nick Nolte alt geworden.) Statt also zu aktzeptieren über den Tisch gezogen worden zu sein, bricht er lieber zu einem Rachefeldzug gegen seine Ex-Partner auf – die aber dummerweise einen skrupellosen Mafiaboss hinter sich haben.

Für den Zuschauer springt dabei immerhin noch ein kurzweiliger, wenn auch nicht besonders erinnerungswürdiger Actionstreifen heraus, dem es gelingt halbwegs gut zu unterhalten – solange er vorn auf der Leinwand flimmert. Parker ist also, die doch recht massiv gerührte Werbetrommel hätte es vermuten lassen, kein Film, den man sich herbeisehnen muss, aber wenn es draußen stürmt und schneit, ist es sicher auch kein Fehler ihn sich mal anzusehen. Und ganz ehrlich, Jennifer Lopez ist auch in Parker echt heiß.

Zweitmeinung gefällig? Die Filmstarts-Redaktion und Gamestrust.de haben welche.

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Film & Fernsehen

Filmkritik: Bitch Slap

von am 20. Oktober 2012
Filmkritik: Bitch Slap

Selbst wer mit dem Genre Exploitationfilm nicht viel anfangen kann, wird Bitch Slap von Beginn an für eine Art Russ Meyer-Gedächtnisfilm halten. Die gefühlte Hälfte des Films besteht aus Nahaufnahmen von Brüsten, in der anderen Hälfte bewegen sich die dazugehörigen Körper mal mehr oder weniger lasziv. Damit landet man auch einen Volltreffer, denn der Film orientiert sich stark an Russ Meyer’s Faster Pussycat! Kill! Kill!.

Die Stripperin Trixie, die Auftragskillerin Camero und die Geschäftsfrau Hel haben Ganoven Gage in die Wüste verschleppt, wo dieser Diamanten im Wert von immerhin 200 Millionen Dollar versteckt haben soll. Doch die Situation gerät ziemlich schnell außer Kontrolle und nicht nur Gage geht dabei drauf. Auch die drei Frauen geraten aneinander, zuerst nur bei einem Wet-T-Shirt-Wettbewerb, doch mit der Zeit ersetzt Blut das Wasser.

Damit wäre über den Film auch schon ziemlich alles gesagt. Und in der Tat ist die oft in Rückblenden erzählte Handlung reichlich dünn. Zudem ist sie auch noch extrem vorhersehbar, zumindest war mir ziemlich schnell klar welche – um in der Sprache des Films zu bleiben – der drei heißen Schnecken in Wirklichkeit der gefürchtete Unterweltboss und Chef von Gage ist.

So bleibt dem – mit hoher Wahrscheinlichkeit männlichen – Zuschauer aber dann auch mehr Zeit die Hommage, die Gewalt und die Titten zu bestaunen, die Regisseur Rick Jacobson durch den Film toben lässt. Das machte den Film künstlerisch nicht hochwertig, sorgt aber dafür das dabei eine gehörige Portion Spaß herauskommt. Immer vorausgesetzt man(n) nimmt diesen Film nicht allzu ernst.

Auf diese Weise entwickelt Bitch Slap sogar ein bisschen Kultpotential, wenn auch freilich deutlich weniger als es bei Faster Pussycat! Kill! Kill! der Fall ist. Auf jeden Fall ist bei diesem Film aber für gute Unterhaltung im Sinne von Popcorn-Kino gesorgt – man sollte nur nicht so enden, wie jener Zuschauer eines Frauenkampfs, der in Bitch Slap sein letztes Popcorn gefuttert hat.

Facts: Bitch Slap (USA 2009) – Regie: Rick Jacobson – Darsteller: Julia Voth, Erin Cummings, America Olivo, Michael Hurst, Kevin Sorbo

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