Essen bei Kleingärtnern: „Gartenwirtschaft zum Fuchsloch“, Nürnberg

In manche Kleingartenanlagen darf man ja nicht einfach so rein, in einer ganz bestimmten Anlage in Nürnberg ist das aber anders. Zumindest wenn man hungrig ist und die Gartenwirtschaft zum Fuchsloch sucht.

Mit Vereinswirtschaften, ob der zugehörige Verein jetzt Fußball spielt oder aus Kleingärtnern besteht, ist das ja oft so eine Sache. Nicht das man da an der falschen Stelle wäre, wenn man mal was deftiges für den Hunger sucht, aber hat man eine gesehen, hat man alle gesehen. Und ziemlich sicher trifft das dann auch auf die Speisekarte zu.

Das „Fuchsloch“ findet man im Westen von Nürnberg, kurz bevor es nach dem Stadtteil Mugenhof schon nach Fürth übergeht. Ein wenig versteckt, aber zum Beispiel von der U-Bahnhaltestelle Eberhardshof gut erreichbar. Und der Weg durch die nicht wirklich schmuckvollen Gassen in dieser Gegen lohnt sich, denn von den üblichen Vereinslokalen hebt sich die Gartenwirtschaft zum Fuchsloch angenehm ab.

Gartenwirtschaft zum Fuchsloch
Nicolaistraße 18, 90429 Nürnberg

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Geöffnet:
Montag: geschlossen
Dienstag: 11:00–22:00
Mittwoch: 11:00–22:00
Donnerstag: 11:00–22:00
Freitag: 11:00–22:00
Samstag: 11:00–22:00
Sonntag: 11:00-22:00

Schon die Speisekarte ist überraschend groß, aber – und das ist ja ebenso wichtig – dennoch nicht zu groß. Gutes rustikales Essen, was man hier eben so erwartet. Steak, Cordon bleu usf. In meinem Falle eine gute Mischung aus Nackensteak, einer Lende am Spieß und drei Cevapcici. Als Beilage Pommes, Avajar und kleingehackte Zwiebeln. Dazu noch ein kleiner Salat. Auf der Karte findet sich das Gericht zwar als Schweinesteak, aber wenn jenes eben alle ist, ist man flexibel. Dem nach gut gegrillten Fleisch duftenden Geschmack tut auch dies keinen Abbruch. Das sich auf dem Teller statt schnödem Ketchup, den es auf Anfrage aber sicher auch geben wird, Avajar befindet und drei kleine Cevapcici die Zusammenstellung aus Fleisch abrunden, ist der slowenischen Herkunft der Pächter geschuldet. Aber genau das sorgt hier auch für die eigene Note, die der Gast in manch anderem Vereinslokal vermissen dürfte.

Über Steak und Lende konnte man beim besten Willen nicht meckern. Das Steak gut gewürzt und mit jenem Geschmack versehen, den man zu Hause in der Pfanne nur schwer hinbekommt. Die Lende zart und mild. Und wer dem ganzen ein kleines Häufchen gehackter Zwiebeln hinzugibt, hat bei mir als bekennenden Zwiebelliebhaber natürlich beste Karten.

Der Beilagensalat wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich klein, macht das aber mit seiner Schlichtheit, wozu mit allerlei Salat oder Gemüse vollstopfen, und einer würzigen Marinade schnell wieder gut. Die Pommes sind so lecker, dass sie wohl demnächst mit jener EU-Verordnung Probleme bekommen werden, die zweifellos nur noch EU-konforme labbrige Pommes zur Folge haben wird.

Mit einem charmanten Pächter-Ehepaar schließt sich der Kreis. Zwar immer zu einem Schwätzchen mit der Kundschaft aufgelegt, aber nie so aufdringlich, dass es einen stören wurde. Kurzum, die Gartenwirtschaft zum Fuchsloch hat die volle Punktzahl redlich verdient.

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