Das Problem des Frauenfußballs sind nicht nur Steinzeitmänner

Das meine Wenigkeit ein großer Fan des Frauenfußballs ist, dürfte der treuen Leserschaft des Intellektuellen Weicheis hinlänglich bekannt sein Deshalb empfehle ich obige Folge von #360 auch ausdrücklich.

Einen faden Beigeschmack haben aber die beiden interviewten Sportjournalistinnen für mich gehabt, die nicht müde zu werden scheinen, die derzeit desaströse Gehaltssituation im Frauenfußball für gerechtfertigt zu erklären. Klar, der Männerfußball bringt mehr Kohle ein, aber es erwartet ja auch niemand ernsthaft, dass jetzt auch Spielerinnen der 1. und der 2. Liga Millionen hinten rein geschoben bekommen. Aber solange manche Spieler in der Kreisliga von ihrem Verein mehr Kohle bekommen, als Profispielerinnen ist das ein klares Ungleichgewicht – und durch den Kreisligafußball auch in keinster Weise zu rechtfertigen. Der einzige der bei manchem Kreisligaspiel wirklich gut bezahlt werden sollte, ist der Platzwart, der nach dem Rumgebolze den Rasen wieder bespielbar machen muss.

Interessanterweise würde man solche Aussagen von männlichen Sportjournalisten wohl weniger hören. Da steckt wohl nach wie vor das Grundproblem der Emanzipation dahinter. Frauen die es in einer Männerdomäne nach oben geschafft haben vermeiden tunlichst alles, was ihren Geschlechtsgenossinnen die es nicht oder noch nicht geschafft haben auch nur in kleinster Art und Weise helfen würde.