Trailer: The Orville – Star Trek meets Comedy

Eigentlich bin ich was Science Fiction angeht kein großer Comedyfan, daran konnte nicht einmal Mel Brooks Spaceballs viel ändern. Galaxy Quest mit Tim Allen dagegen war in gewisser Weise eine kleine Ausnahme, und was der US-Sender Fox da mit The Orville im Angebot hat, sieht auch sehr nach Galaxy Quest aus:

Und ganz ehrlich, es sieht sogar richtig gut aus – nicht nur weil Agents of Shield-Star Adrianne Palicki mit von der Partie ist.

via the verge

In Dantes Hölle ist auch Platz für Roboter!

Wenn ich mich richtig erinnere beschreibt Dante in seine Göttlichen Komödie gleich neun Höllenkreise. Und auch wenn es sicher genug schlechte Menschen gibt und der Nachschub nicht ausgehen wird, spätestens jetzt muss man sich auch fragen, ob es für Roboter die Hölle gibt. Und die Antwort ist “ja”, aussehen tut die Hölle für Roboter übrigens so:

via Geekologie

The Bunnyman Massacre – Wenn der Osterhase Amok läuft

Wer gedacht hätte nur der dicke Typ mit dem weißen Bart im roten Bademantel hätte eine blutrünstige düstere Seite, der hat sich getäuscht. Auch der Osterhase scheint ein großer Fan von Leatherface zu sein. Ich meine auch, wer will es ihm schon verübeln. Da bringst du den Leuten Ostereier – und was machen die aus dir. Hasenbraten. Kein Wunder das der Osterhase irgendwann die Kettensäge rausholt.

The Bunnyman Massacre (USA 2014)
Regie: Carl Lindbergh
Darsteller: David Scott, Joshua Lang, Julianne Dowler

Handlung: Der Horror um Joe und Bunnyman in einer ländlichen Geisterstadt geht in die nächste Runde. Bunnymans Blutdurst kennt keine Grenzen, denn er schlachtet wahllos alles, was seinen Weg kreuzt. Während sein Partner Joe ihn noch ermutigt, schließlich muss er Fleisch in seinem Laden verkaufen. Eine gegenseitig vorteilhafte Beziehung könnte man meinen, doch sie bekommt Risse. Als die Körper stapeln, ist Joe gezwungen, die Körper zu entsorgen, mit allen notwendigen Mitteln. Zusätzlich zu Joes Körperentsorgungsproblem wird der örtliche Sheriff wegen des Verschwindens einiger Abgeordneten auf die Sache aufmerksam. Bei dessen Untersuchung stößt er immer wieder auf zwei Schwestern, die sich weigern, in den Händen von Joe und Bunnyman zu sterben.

(Video) Be the Lemming!

Wenn wir an Lemminge denken, kommen uns Bilder von kleinen süßen Felltierchen in den Sinn, die eins nach dem anderen über die Klippe springen. Aber ernsthaft … Lemminge sind kleine Nager, die sich vor jeder Menge Tiere in Acht nehmen müssen. Ob Raubvögel, Katzen oder Füchse – Lemminge stehen auf den Speisekarten einer Menge Tiere ganz oben.

Alle Lemminge? Nein, nicht die in Norwegen. Während sich ihre Verwandten in Amerika bei Gefahr möglichst schnell verstecken, denkt sich der norwegische Lemming “den mach ich fertig”:

 

Ghost in the Shell: Was ist noch menschlich?

 

Nach so viel Vorankündigung konnte ich mir den Film Ghost in the Shell natürlich nicht lange entgehen lassen. Und um es kurz zu machen, ja, es hat sich durchaus gelohnt. Doch der Reihe nach.

Schon der japanische Manga, dem der Film zugrunde liegt und auch die ein oder andere Verbeugung erbringt, hat einst eine Frage gestellt, die heute realistischer denn je ist. Ab wann beginnt der Mensch nicht mehr Mensch zu sein? Ab welcher wie auch immer gearteten Optimierung sind wir zu einer neuen Art geworden? Die Optimisten schwärmen schon von Chips, die mit unserem Gehirn verknüpft werden. Für sie ist das eine logische Weiterentwicklung, auf die der Mensch schon seit Jahrhunderten hinarbeitet. Die Pessimisten jedoch weisen daraufhin, dass zwischen Brille, künstlichen Hüftgelenken oder dritten Zähnen und einem Mikrochip im Hirn doch ein Unterschied besteht. Es ist ein bisschen, als würde man Major, gespielt von Scarlett Johansson, mit dem 6-Millionen-Dollar-Mann vergleichen. Die eine ein Cyborg, der letzter menschlicher Teil das Gehirn, der Geist, ist, der andere ein durch Ersatzteile optimierter Mensch. Wie groß der Unterschied wirklich ist, scheint eine entscheidende Frage zu werden.

Die Zukunft: Bunt und düster

Es ist eine düstere Zukunft, die Regisseur Rupert Sanders in gewaltigen Bilderwelten geschaffen hat. Eine Zukunft, die gerade noch so nahe scheint, als könnte es schon morgen sein. Ironischerweise sind es vor allem die bunten Bilder, die diese Düsterkeit prägen. Die 3D-Werbung im Himmel zwischen den Wolkenkratzern, die bunten, gestelzt wirkenden Geisharobotor. Das schmutzige Weiß der Kampfmontur, in der Scarlett Johansson durch diese düstere Zukunft schreitet, wirken wie ein gewollter Gegensatz zu dieser bunten Leblosigkeit. Es ist am Ende alles nur Show, eine Show die zudem niemand wirklich zu beachten scheint.

Es sind Täuschungen, wie jene die die Wissenschaftler, unteranderem von einer großen Juliette Binoche gespielt, in Majors Gedächtnis eingearbeitet haben, um sie im Kampf gegen das Verbrechen zu motivieren. Wobei Verbrechen natürlich eine recht relative Frage der Definition sind. So wie das menschliche Ich recht relativ betrachtet werden. Denn auch wenn Major noch ihren Geist hat, der in ihr gegen die Lügen ankämpft, möchte mancher sie nur als nützliche Maschine sehen. Eine Maschine, die mangels künstlicher Intelligenz, von einem menschlichen Gehirn gelenkt wird. Und so verkörpert die Figur Major in Ghost in the Shell in gewisser Weise ein Paradox: Sie ist eine neue Art, ein Evolutionssprung des Menschen und soll ihm doch als Sklave dienen. Eine Sklavin, über deren Leben und Tod der Besitzer entscheiden will. Nicht gerade das, was sich ein Google finanzierter Ray Kurzweil vorstellt, der den menschlichen Körper offenbar ja nicht schnell genug verlassen kann.

Jene Grenze zwischen Mensch und Cyborg testet Ghost in the Shell aber noch weiter aus. Da werden Menschen mit künstlichen Ersatzteilen ausgestattet, und als Major in den Speicher eines Androiden abtaucht, wirkt es, als würde sie in einen menschlichen Traum abtauchen. Eine klare Trennlinie zu zeichnen, ist nicht die Sache dieser Geschichte. Und wahrscheinlich kann man sie auch deshalb als einen Ausblick in unsere wirkliche Zukunft sehen.

Doch nun zur eigentlichen Filmkritik: Bei manchen scheint das Trommeln für des Films Erwartungen geweckt zu haben, die Ghost in the Shell nicht ganz erfüllt hat. Das Urteil lautet dann meist, es sei auch nur ein Action- & Sciencefiction-Film. Vielleicht ist der Film am Ende tatsächlich kein Meilenstein des Genres, ihn aber als Enttäuschung zu sehen scheint dennoch weit übertrieben. Allein die Bilder sind es, die den Film durchaus sehenswert machen. Und nein, ich rede nicht nur von Scarlett Johansson in der hautengen Kampfmontur. Wobei sie auch ein Glücksfall für die Besetzung ist, auch wenn sie lediglich zweite Wahl war. Überhaupt kann man die Besetzung als überaus gelungen betrachten, neben Juliette Binoche wohl vor allem auch wegen Takeshi Kitano. Die japanische Filmlegende spielt den Gründer jener Spezialeinheit, der Major nach ihrer – nennen wir wie es ist – Wiederauferstehung zugeteilt wird. Kitano gelingt es auch hier mit sonst nie dagewesenen Minimalismus seinem Charakter Leben zu verleihen. Wo andere spielen müssen, sieht Kitano einfach nur in die Kamera und jedes Zucken in seinem Gesicht hat mehr Wirkung als die versammelte Schauspielerkonkurrenz zusammen.

Am Ende ist Ghost in the Shell also ein durchaus sehenswerter Film, auf den sich das Warten eben doch gelohnt hat.