Intellektuelles Weichei

geekig | preussisch | pessimistisch - gegr. 2005

Warum kann uns Technik so verdammt gut verführen?

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Die Abstiegsgesellschaft

Warum Bildung immer mehr aus unserer Gesellschaft verschwindet

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Die Franzosen haben noch nie etwas von Helene Fischer gehört

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Die Zukunft – Morgen – Aber auch in Deutschland?

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Kultur

Shakira „El Dorado World Tour“ – Hier kannst du sie sehen!

von am 27. Juni 2017

Wer seit ihrem MTV unplugged Auftritt ein Fan von Shakira ist, hat mit der Kolumbianerin Höhen und Tiefen mitgemacht. Zumindest aus Sicht eines Fans. Zwischendurch war sie mir ehrlich gesagt auch zu kommerzialisiert und zu sehr auf Sex sells getrimmt. Dabei ist Shakira doch schon so eine der erotischsten Frauen, was mir sicher eine ganze Reihe von Männern bestätigen können, oder? Aber leider blieb hinter manchem Marketing eben das musikalische zurück.

Das kann man meiner Meinung nach zwar immer noch am Anfang ihrer Karriere am Besten erkennen, aber mit El Dorado hat sie wieder eine CD herausgebracht, die man sehr gut hören kann. Und live ist sie immer ein Ereignis.

Wer in Deutschland wohnt, hat insgesamt vier Möglichkeiten Shakira zu sehen, zwei bei uns, zwei in Nachbarländern:

  • 08.11.2017 – Köln
  • 11.11.2017 – Luxemburg
  • 30.11.2017 – München
  • 04.12.2017 – Zürich

Also ab noch ein paar Karten sichern!

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Featured | Philosophie | Schöne neue Welt

Warum kann uns Technik so verdammt gut verführen?

von am 25. Juni 2017

Ohne Smartphone ist ein Überleben im Alltag nicht möglich! Eine Gesellschaft ohne Internet, waren das nicht diese Neandertaler? Oh, vor 20 Jahren ging das noch? Nee, kann ich mir nicht vorstellen.

Eine Zeit ohne die ständige Verfügbarkeit des Wissens der Welt, oder zumindest des unerschöpflichen Kochtopfes an Informationen, aus dem man dieses Wissen extrahieren kann – ich erinnere mich noch an diese Vorzeit. Damals, als es noch keine Erklärvideos bei Youtube gab, sondern die Hobbythek mit Jean Pütz. Natürlich waren die ersten Vorzeichen schon deutlich am Horizont erkennbar. Wir hatten zum Beispiel einen C64, doch statt online zusammen zu zocken, haben wir auf dem Schulhof wabblige Floppydisks miteinander ausgetauscht. Internet, das war für uns bestenfalls im Fernsehen oder Kino zu sehen. Dort legte man einen Telefonhörer auf ein Schuhschachtel ähnliches Gerät und am Ende konnten sich zwei Teenager eine Traumfrau generieren … aber ehrlich, wie realistisch war das schon.

Doch irgendwann kam dieser Bruch. Während das Telefon, das Auto oder der Fernseher vergleichsweise langsam in den Alltag der Durchschnittsmenschen kam, drang das Internet mit einer gewissen Wucht ein. Und es verstand sich verdammt schnell unersetzlich zu machen. Alles war plötzlich zum greifen nahe, Antworten auf nie gestellte Fragen, Antworten auf gestellte Fragen, Kochrezepte, Informationen über den nächsten Urlaubsort und natürlich Pornografie jeglicher legalen und illegalen Variante. Kurzum, man hätte im Internet leben können, wäre man nicht auf regelmäßige Nahrungsaufnahme angewiesen. (Wahrscheinlich war das auch einer der Gründe, warum man den 3D Druck zu entwickeln begonnen hat.)

Steve Jobs, Luzifer der Moderne

Die neue Entwicklung hatte aber den ein oder anderen Nachteil. Für ein weltumspannendes Netz war sie recht immobil. Und wer sich noch an die kratzenden Geräusche eines Modems erinnert, die ersten Jahre unserer Internetsucht waren wir nicht gerade auf der Überholspur unterwegs – wir standen im Stau, jedes verdammte Mal! Doch dann kam Steve Jobs, ein Pionier, der schon zuvor unter Beweis gestellt hatte, das er der perfekte Luzifer der neuen Zeit ist. Fähig das einst mit Idealen gestartete Netz von Nerds in etwas zu verwandeln, was einer Gelddruckmaschine verdammt ähnlich sieht. Und wie einst die Schlange an Eva den Apfel übergab, gab Steve Jobs uns das iPhone. Das Wissen der Welt hatte plötzlich Platz in einer Hosentasche. Spätestens jetzt kam dieser Punkt, ab dem ein Leben, das nicht zumindest einen Online-Bestandteil hat, vorkam wie ein Leben in grauer Vorzeit. Diese Zeit, von der Opa immer erzählt im Krieg.

Das Interessante dabei ist ja, dass die Entwickler immer behaupten nur Bedürfnisse zu befriedigen, aber natürlich kreieren sie diese auch zu genüge. Der Kartendienst auf dem Smartphone ersetzt die unhandliche Karte, die man vorn im Auto ohnehin nie – niemals nie – wieder so zusammenfalten konnte, wie sie es ursprünglich einmal war. Aber war ständige Erreichbarkeit wirklich eines unserer Bedürfnisse – also abgesehen vom Chef, der uns immer erreichen will, oder verängstigte Eltern, die glauben ihre Kinder sehen sicherer, wenn sie kleine Punkte auf einer Karte sind. Zu vermuten, dass 2/3 der Funktionen auf meinem Smartphone Quatsch sind, kommt einer realistischen Einstellung näher, als einer kulturpesimistischen Ansicht.

Als hätte es keine Zeit ohne gegeben

Ich investierte damals mein Ausscheidergeld nach dem Ende meiner Zeit bei den Feldjägern in einen Internetzugang. Ganz ehrlich, so ein richtiger Early Adopter war ich eigentlich nie. Das erste Smartphone kaufte ich mir aus dem völlig absurden Grund der Notwendigkeit, einfach weil ich es satt hatte mir in dem TV Sender in dem ich damals die Online Redaktion schmiss ständige welche zum Testen zusammenzusuchen. Aber nachdem ich es erst einmal einen Monat hatte, da war er wieder da, dieser Effekt, als hätte es keine Zeit ohne gegeben. Und die Abstände bis dieser Effekt eintritt, werden immer kürzer. Nachdem ich mein Surface angeschafft hatte, erwischte ich mich schon nach zwei Wochen dabei, wie ich an einem stinknormalen Computermonitor Spreiz- und Wischgesten machte – ohne das sich auf dem Teil irgendetwas tat. Und als Alexa mit ihrem Echo Dot zu mir gezogen ist, dauerte es ein einziges Wochenende, bis ich mir etwa im Büro ein „Alexa, ….“ verkneifen musste, weil ich es schon so gewöhnt war Dinge mit Hilfe der Spracherkennung zu steuern. Wenn also demnächst noch mit einer Brille die Augmendet und Virtual Reality bei mir einzieht, sehe ich schwarz. Alles was ich bis jetzt durch Testbrillen selbst zu sehen bekam, sah einfach viel zu verdammt gut aus.

Jetzt könnte man argumentieren ich sei vielleicht noch immer kein Early Adopter. Wie auch, diese Scheißdinger kosten ja viel zu viel Geld und sponsern tut mich ja keiner. Aber wenn schon kein Early Adopter, dann bin ich doch zumindest stets in der 2. Generation dabei. Was man ohnehin sein sollte, denn mal ehrlich, die 1. Generation ist ungefähr so ausgereift wie eine grüne Erdbeere – man erkennt was es einmal wird, aber lässt sie lieber noch hängen. Auf der anderen Seite habe ich erst vor kurzem erlebt, wie meine Mutter ihren jahrelangen Widerstand gegen ein Smartphone aufgegeben hat und mir seitdem Video per WhatsApp schickt. Und, lieber Leser, ganz ehrlich, hast du in diesen Schilderungen nicht ein wenig von dir selbst erkannt?

Was macht also diese Entwicklung mit uns, dass wir sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchten? Und das obwohl wir objektiv wissen, dass viel davon unnötig ist und unser Leben davor jetzt auch nicht aus puren Höllenqualen bestand. Ist es wirklich nur die gleiche Geschichte, die uns im Supermarkt zu Produkten greifen lässt, die gar nicht auf dem Einkaufszettel stehen und am Ende irgendwann im Kühlschrank wiederentdeckt und weggeworfen werden. Aber mal ehrlich, welches Supermarktprodukt hat es je geschafft sich derart schnell unverzichtbar zu machen und den Lebensrhythmus Millionen von Menschen komplett an sich anzupassen? Irgendwas ist dabei anders, irgendetwas ist besser, irgendetwas ist bedrohlicher?

. . .

Computersucht, ob jetzt nach Spielen oder Pornos, ist noch ein bisschen davon entfernt in die offiziellen Klassifizierungskataloge von Krankheiten aufgenommen zu werden. Auch wenn der gesunde Menschenverstand sie längst dort vermuten würde. Wenn man sich aber die Art und Weise ansieht, wie schnell wir von den neuesten Entwicklungen abhängig werden, kommt man nicht umhin auch das Wort „Sucht“ zu denken. Wir sind längst süchtig danach geworden alle fünf Minuten auf unser Smartphone zu starren, nur um sicherzustellen kein Like, keine Nachricht oder sonst etwas verpasst zu haben. Wer früher hauptsächlich die Nachrichten gecheckt hatte, hatte noch die Ausrede ein informierter Mensch sein zu wollen. Das heutige Verhalten ist vor allem – bedeutungslos, eigentlich komplett sinnlos. Sicher, man könnte das jetzt als bloße Gewohnheit sehen. Aber dieses Gefühl, wenn dann ein Like da ist …

Zumindest eine Bedrohung weniger, die Zombieapokalypse fällt aus.

Seien wir ehrlich, sich die Brille mit dem Zeigefinger nach oben zu schieben ist eine Gewohnheit. Beim Verlassen der Wohnung noch mal zu überprüfen ob sie geschlossen ist, ist ein Tick. Was wir mit unseren Smartphones tun ist eine Sucht. Wir geben das nur nicht zu, weil – na ja, wahrscheinlich auch das weltbeste Krankenversicherungssystem darunter zusammenbrechen wird.

Und was machen wir dann?

Aber was sind die Alternativen. Schließlich profitieren wir ja auch von der neuen Entwicklung, die einen ganz viel jede Menge mehr, die Masse zumindest ein bisschen. Und es ist ja auch alles ein bisschen besser geworden, also mehr oder weniger. Okay, seien wir ehrlich, wenn dieser Sonnensturm von 1859 sich morgen wiederholt, werden die meisten von uns übermorgen nur noch primitive Wilde sein, die versuchen gefundene Konservendosen mit den Zähnen zu öffnen – sofern sie ohne Google rausbekommen, dass sich in den Dosen Essbares befindet. Aber unter uns, haben wir nach Tschernobyl oder Fukushima etwa die Atomkraft eingestellt, oder gehen wir die Frage des Klimawandels wirklich – also in echt und so – an? WTF, gehen die Malediven halt unter, den Urlaub dort konnten sich die meisten doch eh nicht leisten.

Aber selbst wenn wir Gegenmaßnahmen unternehmen würden, wie könnten diese denn aussehen? Mit Störsendern bepflanzte Gebiete als Ruheplätze? Sollen die letzten vernünftigen Menschen in die Alpen fliehen, wie einst in Michel Houellebecq’s Elementarteilchen die wenigen, die sich nicht genetisch optimieren lassen wollten. Was nahelegt, dass wir uns vielleicht schon aber Abwehrschlachten einstellen sollten, wenn man das Smartphone nicht mehr in der Hosentasche trägt, sondern den Chip im Hirn.

Wer einen Blick auf die letzten 15, maximal 20 Jahre wirft, dem schwant nichts gutes. Vor allem aber ahnt er, dass die Entwicklung in den nächsten 20 Jahren ähnlich rasant voranschreiten wird. Wer nicht mitmarschiert, wird zurückgelassen. Man könnte verzweifeln. Aber wie drückte es dieser hoffnungslos überschätzte Voltaire doch so schon aus? Die Verzweiflung hat schon manche Schlacht gewonnen.

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Geekstuff

Donald Trump kann so verdammt sexy sein

von am 24. Juni 2017

Du bist noch auf der Suche nach dem perfekten Outfit für den Badesee oder Strandurlaub? Wie jedes Jahr willst du wieder im Bikini gehen, Badeanzüge sind dir zu langweilig? Stopp!! Mit diesem Badeanzug sind dir alle Blicke sicher – egal ob Mann, Frau oder was auch immer. Schließe dich dem Trend 2017 an: Trage Donald Trump!

Nein, Donald Trump ist nicht so dein Typ? Für die neurechte Pegida-Frau gibt es natürlich auch Wladimir Putin. Und wer lieber Hillary Clinton möchte, kein Problem.

via Schlecky Silberstein

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Film & Fernsehen

#WinterIsHere – Neuer Game of Thrones Trailer veröffentlicht

von am 21. Juni 2017

Angesichts der Temperaturen heute ist der neuste Trailer von Game of Thrones vielleicht genau das Richtige, oder?

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Fails

Fail #8: Das Werkzeug schlägt zurück

von am

Ganz ehrlich, ich weiß nicht ganz genau was der Typ dort am Auto macht, aber ich glaube nicht, dass das so beabsichtigt war:

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