Heiße Strandmode für Trekkies

Der Sommer naht in großen Schritten und auch für viele Trekkies steht damit wieder der Strandurlaub an – oder zumindest der Gang ins Schwimmbad. Und dank Think Geek kann jetzt zumindest der weibliche Trekkie ganz stilecht unterwegs sein:

Was allerdings noch zu fehlen scheint ist der knappe Captain Kirk-String Badehose oder die Captain Picard Boxershorts … aber man(n) kann ja nicht alles haben.

via Geek x Girls

Nerdbild der Woche: Mark Twain meets Nikola Tesla

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Der US-Autor Mark Twain ist für die Amerikaner ja so etwas wie Dante für die Italiener, na ja, irgendwie. Wir wollen nicht allzu sehr in die Theorie der Literaturgeschichte absteigen. Auf jeden Fall dürfte man Twains Bedeutung nur halb gerecht werden, wenn man ihn als Erfinder von Figuren wie Tom Sawyer oder Huckleberry Finn sieht, die ja weit über die USA hinaus fester Bestandteil unzähliger Kindheiten geworden sind. In seinen Geschichten und auch in seinem öffentlichen Wirken war Mark Twain auch stets ein Mahner für eine sozialere und gerechtere Welt. Und da er nebenbei noch humorvoll und scharfsinnig wie kaum ein zweiter Zeitgenosse war, ist auch hiervon einiges heute noch sehr lesens- und erzählenswert. Mal davon abgesehen, dass es noch viel zu viele Dinge gibt, die schon Mark Twain kritisierte und mit denen wir heute noch leben.

Scharfsinnig und brillant war ohne Zweifel auch Nikola Tesla, nur hatte der im alten Österreich-Ungarn gebürtige Kroate das Pech bei seiner Karriere in den Staaten einen anderen Liebling der Amerikaner vor sich zu haben: Thomas Alva Edison Zweifellos auch ein großer Geist, aber auch ein Egomane und jemand, der niemanden, schon gar nicht einen Ausländer, neben sich dulden konnte. Das er in der Auseinandersetzung mit Tesla in Sachen Gleitstrom contra Wechselstrom, am Ende auch mehr oder weniger Vater des elektrischen Stuhls wurde dürfte Bände sprechen.

Ob Mark Twain in der „Tesla vs. Edison“-Auseinandersetzung eine Position bezogen hat? Wer weiß, er hätte wohl für beide gute Gründe finden können. Das obige Foto aus dem Jahr 1894 zeigt ihn auf jeden Fall bei einem Experiment – für solch spektakuläre Versuche hatte Tesla ein Händchen – in einem Labor von Nikola Tesla. Tesla selbst ist im Hintergrund etwas verschwommen, aber doch deutlich zu erkennen.

Für Libertäre ist Demokratie auch nur eine Diktatur

Ein Geständnis vorweg: Ich bin alles andere als ein Demokrat mit Leib und Seele. Im Gegenteil, es vergeht kaum eine Woche, in der mir nicht eine Handvoll Menschen begegnen würden, deren Wahlrecht mir richtig Angst macht. Und dennoch halte ich die Demokratie für absolut verteidigungswert, aber eben nicht, weil sie das beste aller Systeme darstellt, sondern am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit das geringste Übel ist.

In der letzten Woche veröffentlichte Felix Honekamp in Der Tagespost einen Beitrag unter dem Titel Vorsicht Demokratie!, in dem er zum einen zwar sehr schön aufzeigt, das auch die Demokratie eine kritikwürdige Staatsform ist, aber auf der anderen Seite auch am eigenen Beispiel die Gefahr einer Demokratiekritik demonstriert. Wie man das nennen soll? Nun, da macht es Honekamp dem Kritiker nicht leicht, hebelt er doch rhetorisch geschickt gleich mögliche Vorwürfe wie, dann sei man eben „undemokratisch“ aus. Aber vielleicht sollte man bei dem Autor einfach mal ein Auge zudrücken, schließlich verdankt man dem Text auch einiges an Erkenntnis.

Pegida, weite Teile der AfD-Anhängerschaft oder was sich sonst noch am rechten und linken Rand der Gesellschaft tummelt demonstriert derzeit recht deutlich, dass auch eine berechtigte Demokratiekritik missbraucht werden kann. Dann nämlich, wenn Anhänger einer Minderheitenmeinung glauben in einer Abstimmung zu unterliegen sei mit Unterdrückung gleichbedeutend. Verstärkt durch die Haltung eines jeden guten Geisterfahrers, der bei der Radiomeldung laut ausruft „Ein Geisterfahrer, mir kommen Hunderte entgegen“ und durch die Selbstbestärkung der eigenen Argumente, weil man sich in seine eigene Filterblase begibt, kommt dabei das Zerrbild heraus, in dem heute viele – ironischerweise – gerade am rechten Rand leben. Während ihnen linke Brülhälse „Nazis“ entgegenschreien, stellen sie kurzerhand Demokratie und Nationalsozialismus auf eine Ebene, um sich selbst mit den Opfern auf eine Stufe zu stellen. Das hat für den Außenstehenden geradezu etwas abartiges, für die Neuen Rechten handelt es sich dabei aber um ein in sich logisches System.

Freiheit ohne Demokratie ist nur ein libertäres Utopia

Von solch geistig recht tieffliegenden Gedankengängen ist Felix Honekamp weit entfernt, wenngleich auch bei ihm zwischen den Zeilen eine gefährliche Einstellung zu finden ist. Am deutlichsten zeichnet sich diese ab, wenn er versucht zu belegen, dass Freiheit und Demokratie keinesfalls deckungsgleich sind. Da hat er durchaus Recht, beide Begriffe sind nicht deckungsgleich, sie bedingen aber einander. Es sei denn natürlich, man hängt, wie es der Autor wohl tut, libertären Fantasien nach. Für den Libertären ist die Demokratie natürlich auch nur eine Diktatur, in diesem Falle eben der Mehrheit. Und jene diktatorisch herrschende Mehrheit führt dem Libertären eben mitunter tagtäglich vor, dass man die pervertierte Idee der absoluten Freiheit, wie sie von Libertären gepredigt wird, nicht so recht haben will. Freiheit ohne Demokratie ist letztlich vielleicht das libertäre Utopia, in der Realität aber eher der Rückfall in den von Thomas Hobbes beschriebenen Naturzustand. Also alles andere als ein Utopia, sondern eher eine Dystopie, in der übrigens nicht einmal die sich jetzt schon für die Elite haltende libertäre Clique am Ende überleben würde.

Demokratie kann manchmal ziemlich blöd sein. Ich selber kann mich nicht erinnern je einer Partei meine Stimme gegeben zu haben, die am Ende auch an die Regierung gekommen ist. Aber dennoch würde ich eine demokratisch legitimierte Regierung und deren Entscheidungen nicht in Frage stellen. Ich kann sie für falsch halten und kritisieren, aber ich kann sie nicht ignorieren. Sonst könnte jeder Ladendieb mit gleichem Recht behaupten, er finde es an der Kasse zu bezahlen blöd und keine Regierung könnte ihn, den freien Menschen, deshalb des Diebstahls wegen verurteilen. Das aber ist eine Denkart, die sowohl linken, rechten, als auch libertären Extremisten eigen ist, aufgrund ihrer anti-humanistischen Haltungen unfähig auf demokratischem Wege in modernen Demokratien an die Macht zu kommen, müssen sie folgerichtig die Demokratie selbst in Frage stellen. Linke, weil die Bevölkerung durch die kommunistischen Experimente weitgehend von diesem Virus kuriert ist. Rechte, weil ihre menschenverachtende Grundhaltung in der modernen Informationsveranstaltung offensichtlich geworden ist. Libertäre, weil die Menschen instinktiv spüren, dass ein libertäres System nur zu einem Überleben des Stärkeren führt.

Flucht in elitäre Gruppen der Besserwisser

Alle drei Gruppen flüchten sich in dieser Situation in kleine elitäre Zirkel, in denen sie ihre Ideen ungestört den Hauch des Intellektuellen geben wollen. In Wahrheit versammelt sich dort aber jeweils für sich eine kleine Gruppe Menschen, die sich für überlegen und schlicht klüger hält, als es die breite Masse ist. Während man der linken Seite dank des Schlagwortes „Diktatur des Proletariats“ zumindest eine Spur Ehrlichkeit zugestehen kann, fehlt derartige Selbsterkenntnis auf rechter und libertärer Seite nach wie vor. Die Zielrichtung ist aber jeweils identisch, die Demokratie steht ihnen im Weg, denn sie verhindert das jeweils für besser gehaltene System.

Die Demokratie mag am Ende nur das geringste Übel sein, aber sie scheint es eben dennoch zu verstehen uns vor rechten, linken und libertären Fanatikern zu schützen. Gruppierungen, die trotz der Schwankungen innerhalb einer demokratischen Ordnung, für das Gros der Bevölkerung weit schlimmere Auswirkungen hätten und entweder in die Verarmung, wie etwa Sozialismus führen würden, oder ganze Bevölkerungsschichten aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder schlicht Schwäche, dem Verderben preisgeben würden, wie es rechte und libertäre Ideologien fordern. Wobei man den rechten zumindest anrechnen muss, dass sie hier nicht so verlogen sind wie die Libertären.

MacGyver ist wieder da – Und es ist noch viel schlimmer!

Als die ersten Gerüchte sich verdichteten, dass CBS keinerlei Gnade kennt auch noch den letzten Cent aus einem der Helden meiner Kindheit herauszupressen, habe ich ja schon schlimmstes befürchtet. Doch wie es scheint haben die Macher der Neuauflage von MacGyver auch noch die furchtbarsten Alpträume aller echten Fans übertroffen.

Dieser Trailer ist – man muss es so deutlich sagen – Scheiße, und zwar nicht die Hinterlassenschaft eines kleinen Dackels, sondern ein mächtiger Haufen eines T-Rex:

Erstens, der MacGyver von heute würde aus einer Büroklammer und einem Kaugummipapier ein iPhone bauen, das im Gegensatz zum Original sogar tadellos funktioniert. Zweitens, dieser Milchbubi, dessen Frisur wie eine Perücke aus dem Barock wirkt, taugt doch bestenfalls für eine Highschool-Rückblende – vorausgesetzt man haut jede Menge Weichzeichner drauf. Sorry, aber meint CBS das jetzt ernst? Wo zum Geier ist bei Fernsehsendern eigentlich der Typ, der auch mal laut ausspricht, wenn eine Idee einfach nur Mist ist? Wahrscheinlich ist das immer der gleiche Typ, der als erstes gefeuert wird.

macgyver

Wer will schon eine Serie sehen, dessen Hauptfigur ungefähr genauso cool ist wie eine Scheibe Toastbrot. Da zappt man doch lieber in die diversen Spartenkanäle und guckt sich das Original an – oder kauft sich am besten gleich die DVD-Box.