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Die Manipulation des Menschen durch Algorithmen ist keine Zukunftsvision, sondern zum Beispiel bei Facebook tägliche Praxis. … mehr

Ab sofort bin ich Bing Ads Accredited Professional
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Das Anti-GenderGaga der Birgit Kelle
Gender kann eine Gefahr für unsere Gesellschaft werden. Bücher wie GenderGaga von Birgit Kelle tragen mehr dazu bei, als das sie hilfreich sind. … mehr

Umweltschutz ist eine christlich-konservative Verpflichtung

Das libertäre Gift in den Adern der Konservativen

Gott gab die Erde in unsere Verantwortung. Was wir daraus gemacht haben, dürfte ihn zur Verzweiflung treiben.

Gibt es den Klimawandel? Wer nicht total verblödet ist, müsste darauf mit einem klaren “ja” antworten, aber gerade Konservative in Deutschland neigen immer mehr dazu den Klimawandel zu leugnen. Kein Beweis scheint ihnen schlüssig genug, um sie eines Besseren zu belehren. Dabei ist der Klimawandelleugner wie jener Autofahrer, der auf der Autobahn im Radio die Meldung über einen Geisterfahrer hört, durch die Windschutzscheibe schaut und aufgeregt brüllt: Da ist nicht ein Geisterfahrer, mir kommen gerade Hunderte entgegen!

Die Mär des Leugnen wurde oft kritiklos von den (sogenannten) Konservativen aus den USA übernommen, bei denen in den letzten Jahrzehnten in dieser Frage längst Hopfen und Malz verloren scheint. Das Leugnen des Klimawandels ist aber auch ein Ergebnis des libertären Giftes, das viele Konservative gerade wenn es um die Wirtschaft geht vergiftet. Den Klimawandel für Schwindel zu halten oder ihn zumindest für unbedeutend oder sich von selbst lösbar zu halten, ist eine Vorstellung des libertären Gedankengutes. Libertäre müssen so denken, denn ein Angehen gegen den Klimawandel beweist zum einen, dass ihre kruden Wirtschaftsthesen im beträchtlichem Ausmaß Verursacher sind und Maßnahmen gegen ihnen fordern nun einmal ein starkes Eingreifen des Staates.

Dabei ist Umweltschutz originäre Verpflichtung des Konservativen. Die ersten Schutzmaßnahmen, wie Naturschutzgebiete wurden zum Beispiel auch in den USA von konservativen Unternehmern und Politikern in die Wege geleitet. Der Konservative will das Gute bewahren und das gilt eben auch für die Natur, die uns umgibt. Die zunehmende Zerstörung der Natur sollte den Konservativen also auch heute noch ein Herzensanliegen sein. Dem libertär-kapitalistischen Versprechen etwa, wenn es drauf ankommt, würde irgendwer schon irgendwas erfinden um uns zu retten, sollte man zutiefst misstrauen. Gottvertrauen gibt es, derartiges aber auf den Menschen zu übertragen, kann auch nur zu einer Lösung führen, die nur Mittel und Wege findet die katastrophalen Folgen des Klimawandels nur für jene erträglich zu machen, die es sich leisten können.

Wenn wir schon bei Gott sind … Gott schuf die Erde und den Menschen und er übergab die Erde dem Menschen, um sie fruchtbar zu machen. Doch auch wenn viele es wegen des eher martialischen Tonfall ungerne hören, er übergab uns damit die Verantwortung für die Welt. Und Verantwortung über die Erde zu haben, ist etwas ganz anderes, als mit ihr zu tun, was immer einem beliebt. Sich die Welt Untertan zu machen heißt explizit auch für den Untertan zu sorgen. Zwischen Herrscher und Untertan bestehen gegenseitige Verpflichtungen, auch wenn Herrscher das zuweilen zu vergessen scheinen.

Gott gebietet uns durch die Natur über ihn zu staunen. Stattdessen sorgen wir in den Industrieländern systematisch dafür, dass jede neue Generation ein bisschen weniger von der Natur zu sehen bekommt, während wir sie zur selben Zeit noch weit systematischer zerstören. Am Ende wird nichts mehr zum stauen übrig geblieben sein.

Go Geek!

www.wired.de/collection/go-g[…]-programmierer

Eins Plus hat zusammen mit der Zeitschrift Wired eine interessante Reportagereihe über die Berliner Programmiererszene gedreht. In dieser online gestellten Variante wird dank Links in den Videos daraus eine sprichwörtliche Multimediareportage. Sehenswert, auch wenn man trotz des suggerierten Blicks .hinter die Kulissen eher an der Oberfläche kratzt.

Virtual Operating Systems for Windows and Macintosh

www.virtualdesktop.org/complete/

Ach ja, Windows 98 war schon irgendwie cool. Aber wahrscheinlich bin ich der Einzige, der das denkt. Irgendwie schade, dass im Angebot dieser Webseite nicht auch noch Windows 3.1 vorhanden ist. (PS: Für Mac-User können hier übrigens auch in der virtuellen Vergangenheit schwelgen.)

Ellen Pao vs. Perkins Kleiner war erst der Anfang

Der Fall Ellen Pao legt dennoch den Finger in die Wunde

Die Techszene atmet auf, ein Symbolprozess wegen sexueller Diskriminierung ging noch mal gut für sie aus.

In San Francisco ging gestern ein Prozess zu Ende, der in der Nerdwelt rund um Silicon Valley, aber auch darüber hinaus, für viel Aufregung gesorgt hat. Im Fall Ellen Pao vs. Perkins Kleiner klagte eine ehemalige Mitarbeiterin gegen ihren Arbeitgeber, einem Risikokapitalgeber für die Techszene. Sie sei bei Beförderungen übergangen worden, weil sie eine Frau sei und seit sie eine aufgezwungene Affäre beendet hätte systematisch diskriminiert worden. Die Klage wurde abgewiesen, hat aber immerhin dafür gesorgt, dass die reichen jungen weißen Männer in der Techszene inzwischen Panik haben und versuchen das Problem von Frauendiskriminierung in den Griff zu bekommen. Die frauenfeindliche Umgebung bestritt auch der Arbeitgeber in diesem Fall, begründete aber, laut Gründerszene, Paos Abgang mit der Meinung, dass ihr “genetisches Erbgut” nicht für großangelegtes, thematisches Denken geeignet sei. (Das lass ich jetzt mal so stehen, weil es für sich spricht.) Entgegen dem Bericht bei Gründerszene, wo man ein gewisses Aufatmen zwischen den Zeilen lesen kann, war die Juryentscheidung übrigens nicht einstimmig, sondern es gab zwei abweichende Meinungen, wie man beim besser informierten TechCrunch nachlesen kann. Resignierend kam die Jurymitglied Marshallette Ramsey zu dem Schluss: 

“It just seemed that the men, with the same character flaws that Ellen was cited with, were able to propel and continue.”

Die Techszene ist nun einmal jung, weiß und männlich. Was sich angesichts ihrer quasi minütlich steigenden Bedeutung wegen immer mehr zu einem Problem für uns alle entwickeln könnte, wie ich an dieser Stelle ja schon das ein oder andere Mal bemerkt habe. Das es in einer so homogenen Welt von jungen Männern, die sich oft den Luxus leisten auch mal in ihrer pubertären Entwicklung stehen zu bleiben, zu solchen Entwicklungen kommt, ist auch nicht weiter überraschend. It’s a mens world … Da möchte man sich ungern rein reden lassen, schon gar nicht von Outgroups wie Frauen. Wozu das führt, kann man zum Beispiel im folgenden Hangout der LA Times-Journalistin Tracey Lien erfahren, wo auch ein Opfer zu Wort kommt:

Der zugehörige Artikel ist bezeichnende mit Why are women leaving the tech industry in droves? getitelt.

Dieser Beitrag gehört zum Special Am Ende der Geschichte.

Heil Hitler? Ihr könnt mich mal!

Ein Foto und seine Geschichte

Massendynamik zu widerstehen ist eine Sache, ihr in einer Diktatur zu widerstehen nochmals eine ganz andere. 

Bei Facebook ist mir heute wieder ein Foto über den Weg gelaufen, das eine ganz eigene Art des Widerstandes gegen die Nationalsozialisten zeigt. Es zeigt unzählige Werftarbeiter beim Stapellauf der “Horst Wessel”, alle mit der Hand zum Hitlergruß nach oben gestreckt – alle, bis auf einen:

August-Landmesser-Almanya-1936.jpg
August-Landmesser-Almanya-1936“ von Unbekannt – http://www.arastiralim.net/cesaret-eylemi.html. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

Auch die Geschichte hinter dem Foto ist nicht ganz uninteressant, so wurde nicht nur das Datum nach oben korrigiert, an dem es entstanden ist. Auch wer dieser sich dem Massenwahn widersetzende Mann ist, ist nicht ganz geklärt.

Landläufig wird er als August Landmesser bezeichnet. Landmesser trat zuerst aus beruflichen Gründen in die NSDAP ein, dann aber wieder aus, weil er eine Jüdin heiratet. Offiziell wurde die Ehe nie, die Nürnberger Rassengesetze standen ihr im Weg. Erst nach dem Krieg wurde die Ehe offiziell anerkannt. Erlebt haben dies aber weder Landmesser, noch seine Frau Irma. Landmesser kam mehrmals wegen Verstoßes gegen die Nürnberger Gesetze ins Gefängnis, schließlich fiel er 1944 in Kroatien. Seine Frau Irma starb vermutlich 1942 in der berüchtigten Tötungsanstalt Bernburg.

Ob das Foto allerdings wirklich August Landmesser zeigt, ist umstritten. Seine Tochter Ingrid, die 1935 geboren wurde, glaubte ihn auf dem Foto wiederzuerkennen, als es vor rund 25 Jahren in der Presse erschien.

Wahrscheinlicher ist indessen, dass es sich bei dem Mann auf dem Foto um Gustav Wegert handelt, der zu dieser Zeit auf der entsprechenden Werft gearbeitet hat, während man dies bei Landmesser eher vermutet. Ein Mann, der seiner Familie zu folge, auch im Alltag den Hitlergruß verweigerte.

Wer es nun wirklich war, kann jeder selbst entscheiden. Hier sind weitere Vergleichsfotos: August Landmesser & Gustav Wegert

Ich persönlich tendiere auch klar zu Wegert. Wobei das allerdings im Grunde auch fast eine Nebensache ist, denn egal um wen es sich auf dem Foto wirklich handelt, er sollte uns ein Beispiel sein.

Ein Loch bis nach China graben

www.freemaptools.com/tunnel-to-[..].htm

Wir kennen alle die Geschichte, wenn man sich nur ein Loch gräbt, das tief genug ist, kommt man irgendwann in China raus. Nur das China dann halt ziemlich groß sein würde. Wenn ich jetzt zum Beispiel anfangen würde so ein Loch zu graben, würde ich nur nass werden und müsste noch eine ganze Weile schwimmen, bis ich in Neuseeland lande.

Die etwas andere Bibel: Jesus loves Pornstars

Eine XXXChurch gegen Pornographie

Jesus liebt Pornostars? Ja, natürlich tut er das. Entgegen manchem, der glaubt ihm nachzufolgen, hätte Christus gerade mit jenen Menschen keinerlei Berührungsängste.

XXXChurch klingt jetzt nicht gerade wie eine Kirche, selbst wenn es sich dabei um eine evangelikale Kirche in den USA handelt. Erklärtes Ziel der XXXChurch ist der Kampf gegen die Pornographie. Sowohl auf Seiten jener, die geradezu süchtig nach ihr sind, aber sie hat eben auch die Pornostars selbst im Blick. Das jene Darsteller nicht selten auch zu den Opfern der Pornoindustrie gehören, hatte ich ja in meiner Kritik zu After the Porn ends schon beschrieben.

Um ihr Ziel zu erreichen geht die XXXChurch mehrere, nicht immer unumstrittene Wege, wenn sie etwa einen Internetfilter bereitstellt, der pornographische Webinhalte blockt. Aber diese Kirche greift auch zum ureigensten und wahrscheinlich besten Mittel, das wir Christen gerade auch in solchen Fällen zur Hand haben: Die Bibel. Es ist eine eher unkonventionelle Aufmachung, mit der diese Bibel daherkommt. Ein Pornostar aus den 70ern ist darauf abgebildet und statt groß “Bibel” ist auf ihr Jesus loves Pornstars zu lesen. Das Projekt gibt es glaube ich schon einige Jahre, auch wenn die XXXChurch gerade wieder einen Spendenaufruf (siehe links) gestartet hat, um mit ihrer Bibel weiter auf Mission zu gehen. Wie gesagt, das Projekt ist nicht unumstritten. Manche stören sich an der Aufmachung der Bibel, andere an der Nähe zur Schmuddelecke Pornographie. Man verdammt in solchen Kreisen doch lieber, als zu retten.

Wirken kann ein solches Engagement aber sehr wohl, wie das Beispiel Brittni Ruiz zeigt, die rund sieben Jahre als Jenna Presley in der Pornoindustrie unterwegs war:

via Patheos

Wie der Shitstorm Thomas Hobbes beweist!

Internetaktivisten sind auch nur eine Lobbygruppe

Wo der Staat aufhört, fängt die Anarchie an. Und Shitstorms könnten nur ein kleiner Vorgeschmack sein.

In der aktuellen Printausgabe der Wired findet sich auch ein Interview mit der Informatikerin Wendy Hall, eine der Mitbegründerinnen des heutigen Internets. Im Grunde eine eher belangloses Interview, über das ich kaum gestolpert wäre, hätte ich nicht irgendwann das Gefühl bekommen Dame Wendy Hall würde anfangen die negativen Seiten des Webs zu verharmlosen. Shitstorms seien zum Beispiel auch nichts anderes, als die Streitereien damals auf dem Schulhof. Und wir würden das Netz nur deshalb dämonisieren, weil wir es nicht verstehen. (Man könnte meinen der Google anbetende Prophet Jeff Jarvis hätte mal wieder über uns Deutsche hergezogen.)

Aber so einfach ist das natürlich nicht, denn ganz unrecht hat Hall zumindest mit ihrem ersten Argument nicht. Natürlich ist der Shitstorm nur eine digitale Variante einer real altbekannten menschlichen Verhaltensweise. Und in der Tat, Kinder können grausam sein, davon kann sicher der ein oder andere Nerd sein Klageliedchen singen. Die spannende Frage dürfte also lauten:

Warum ist der digitale Shitstorm um so vieles verleumderischer und kennt bei einigen seiner Akteure keine Grenzen?

Als ich jung war, hat man aufgehört auf einen einzuschlagen, wenn er am Boden lag – oder wenn endlich ein Lehrer eingriff. Heute jedoch kennen viele kein Halten mehr und eine Autoritätsperson erkennen sie schon gar nicht an.

Thomas Hobbes

Thomas Hobbes knows everthing!

Thomas Hobbes, mein Haus- und Hofphilosoph, schuf einst das Bild des Homo homini lupus im Naturzustand. Bevor der Mensch durch einen Gesellschaftsvertrag seine Macht an einen übergeordneten Staat abgab, und damit aus dem Gewaltpolypol des Einzelnen ein Gewaltmonopol des Staates wurde, konnte jeder über jeden herfallen. Das Internet allerdings verwässert diesen aus Vernunft geschlossenen Gesellschaftsvertrag aber in gefährlicher Weise.

Im realen Leben geben Gesellschaft und Staat ein normiertes Verhalten vor, wer davon abweicht wird entsprechend sanktioniert. Rufmord wird als unmoralisch gebrandmarkt, wer Verleumdungen aufstellt kann gerichtlich belangt werden. Im digitalen Netz allerdings wirken zwei gefährliche Umstände. Zum einen gibt es dort die Anonymität. Die Anonymität im Netz ist ein merkwürdiges Zwitterwesen, da sie gleichzeitig existiert und doch nicht existiert. Ja, man kann die Menschen identifizieren, die sich hinter den Trollen verbergen. In der Realität ist das aber recht umständlich und es geschieht äußerst selten, und wenn dann meist von Aktivistengruppen wie etwa die Researchgruppen in Schweden. De facto gilt für Trolle also die Anonymität als Schutz vor Eingriffen des Staates. Und de facto finden das im Internet auch viele dem Trollen unverdächtige Personen gut so. Womit wir beim zweiten Punkt wären, der Tatsache, dass viele das Internet für einen rechtsfreien Raum halten und glauben, dass sei total toll.

Erschreckend viele Internetuser glauben, dass die reale, also analoge Gesetzgebung das Internet einfach nicht verstanden hat und deshalb dort auch nur eingeschränkt gelten könnte. 

Da das jedoch falsch ist, liegt die Lösung nicht einmal in neuen Gesetzen sondern schlicht in der Anwendung der vorhandenen Gesetzgebung im Netz. Das bedeutet am Ende zum Beispiel auch weniger Anonymität, womit auch das erste Problem gelöst werden könnte.

Gesetz ist Gesetz und Moral ist Moral. Wir müssen aufpassen uns von der digitalen Avantgarde nicht belügen zu lassen, und zu glauben es würde so etwas wie eine “digitale Moral” geben. Das ist Nonsens und nur der Versuch die Moral einseitig nach den Vorstellungen einer kleinen, aber einflussreichen Gruppe zu modellieren. Moral ist etwas Ganzheitliches, auf das das digitale Verhalten durchaus Einfluss ausübt, letztlich ist aber der reale Mensch am Device das moralische Wesen. Und mit dem Gesetz verhält es sich ähnlich, wie mit der Moral. Auch hier darf der Staat sich nichts diktieren lassen, denn Internetaktivisten sind am Ende nichts weiter als noch eine Lobbygruppe, die glaubt es am Besten zu wissen.

Dieser Beitrag gehört zum Special Am Ende der Geschichte.

Welcher Schauspieler stirbt am häufigsten?

www.vocativ.com/culture/tvmovies/actors-…/

Sterben gehört zum Schauspielerleben einfach dazu und so eine Sterbeszene kann schon eine Herausforderung sein. Und manche haben darin mehr Übung als andere, so stirbt eine von Mickey Rourke verkörperte Figur in jedem Dritten seiner Filme. Am häufigsten musste allerdings John Hurt ran, obwohl ich da ja auf Vincent Price getippt hätte – doch der bringt es nur auf 32 Tode.